• Projektort: 52146 Baesweiler, Nordrhein-Westfalen
  • Projektzeitraum: März 2025 – Mai 2025
  • Teilnehmende: Geflüchtete, gemischte Gruppe, Grundschulkinder, Teenager / junge Erwachsene
Das Folgeprojekt der Reihe Kettenreaktion „Ab in den Wald“ ist ein freiwilliges Projekt,
in dem 15 Kinder im Alter von 7 – 16 Jahren die Möglichkeit haben, in Kontakt mit der Natur zu kommen
und sich selber als Teil des Ganzen zu erleben.
Über Jahrtausende hinweg waren Wälder, Bäche, Felder, Wiesen, Gärten und andere natürliche Flächen
der außerhäusliche Lebensraum von Kindern. Dort spielten sie und wuchsen somit weitgehend in der Natur auf.
Heute verbringen Kinder ihre meiste Zeit in Gebäuden: in der elterlichen Wohnung, im Kindergarten, in der Schule.
Auch in der freien Zeit der Kinder wird der außerhäusliche Aktionsradius stark eingeschränkt: Das unbeaufsichtigte
Spielen auf naturnahen Flächen, auf Spielplätzen oder auf der Straße wird als zu gefährlich gesehen.
Naturferne Freizeitaktivitäten haben den „klassischen“ Familienausflug in die Natur verdrängt.
Eltern von heute gehören bereits zu einer Generation, die während der Kindheit kaum Naturerfahrungen gesammelt hat.
So kennen sie nur wenige Spiele und Aktivitäten für draußen, nehmen „kleine Dinge“ wie Insekten, Kräuter oder unscheinbare
Blüten nicht wahr und können Bäume, Pflanzen und Pilze nicht benennen.
Mit diesem Projekt möchten wir den Teilnehmenden wieder einen sinnlichen Zugang zu den natürlichen Lebensräume eröffnen.
Hier setzt die künstlerische Arbeit an. Mit Methoden des zeitgenössischen Tanz, des Tanztheaters und der bildenden Kunst soll
die Erfahrung seiner Selbst in der Natur, der Wahrnehmung und der Wertschätzung Dieser verkörpert, verbildlicht und somit
verinnerlicht werden. Diese Eindrücke werden in Bewegung, Tanz und Bild umgesetzt.
Methoden Inspirationen, Gefühle und auch Zusammenhänge werden somit sichtbar gemacht.
Das Projekt findet in den 2 Osterferienwochen statt. Die ersten Tage dienen zur Einführung in das Thema und der künstlerischen Methoden.
Am dritten Tag findet ein Ausflug mit den Kindern in den Carl-Alexanderpark Baesweiler, ehemaliger Zechenstandort (1900-1975),
der als Naherholungsgebiet umgestaltet ist statt. Täglich werden Ausflüge in die umgebende Natur Setterichs unternommen:
es gibt ein Waldgebiet am Ortsrand, Felder und Wiesen. Während dieser Naturerkundungsausflügen werden die Kinder sowohl
darstellend als auch bildend künstlerisch inspiriert tätig werden. Neben dem Einfinden in der Natur und dem
Spiel/ der Entspannung / der Achtsamkeit werden künstlerische Arbeiten umgesetzt.
Es wird vor Ort gezeichnet, gemalt und mit Naturmaterialien gebaut, Naturbewegungen, Formen und Eindrücke werden
in eigenen Bewegungen, Tänzen, Körperarbeit umgesetzt und dargestellt. Natur-Ort-gebundene Bewegungen und Tanzabläufe
werden filmisch festgehalten.
Das Thema Naturschutz findet eine besondere Beachtung. Wir werden insbesondere das Thema Umweltverschmutzung durch
achtlos weggeworfenen Müll ins Visier nehmen und uns an unseren Naturerlebnisorten als Müllsammler betätigen.
Freitags, in der zweiten Woche, werden die Eltern eingeladen, sich die performativen und bildnerischen Ergebnisse anzuschauen.
Der Abschlußtag wird ein Ausflug mit den Familien der Kinder in den Natur- und Nationalpark Eifel sein.
Dort wollen wir künstlerisch kreativ sein, wandern, entdecken, genießen und uns den ganzen Tag in der Natur aufhalten.
Ausserdem soll eine Führung durch einen Ranger des Nationalparks stattfinden.

Beteiligte Einrichtungen

  1. DRK Städteregion Aachen, Haus Setterich, andere Bildungseinrichtung
  2. Natur – und Nationalpark Eifel, andere Bildungseinrichtung

Gefördert von: