Eine neue Produktion steht in den Startlöchern, MUTTERLAND. Sie wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft mit Mitteln des Diversitätsfonds Nordrhein-Westfalen und der Stadt Aachen und wird im November 2026 Premiere haben.
„Der Chef der Firma war gekommen, um uns auszuwählen.
Er hat uns die Arbeit dort zugesichert.
Der Pass und alles andere war schon organisiert.
Sie schickten uns den Vertrag.
Man musste einige Dokumente ausfüllen
und danach bekam man die Fahrkarte für die Reise.
Mein Vater musste weinen, als ich mich verabschiedete.
Und meine Mama machte mir Mut.“
(Mutterland)
Basierend auf dem gleichnamigen, biografischen Film der Aachener Filmemacherin Miriam Pucitta über ein weitgehend unbekanntes Kapitel europäischer Migration – nämlich die Geschichte der Gastarbeiterinnen – entsteht ein Theaterstück für Schulen. Für viele Jugendlichen im Publikum und die Künstlerinnen auf der Bühne sind Migration, Herkunft und Identität keine abstrakten, instrumentalisierten Begriffe, sondern biografische Realitäten. Was bedeutet Zugehörigkeit heute zwischen individueller Familiengeschichte und gemeinsamer gesellschaftlicher Zukunft?
Das Team:
Marcela Lopez Morales (Tanz) // Eva Weissenböck (Schauspiel) // Miriam Pucitta (Filmurheberin, Dramaturgie) // Alessandra Ehrlich (Regie, Theaterfassung) // Theano Makariou-Kanonis (Choreografie) // Lena Sofuoglu (Ausstattung) // Yorgos Theodoridis (Outside-Eye) // Margot Staerk (Projektmanagement)
Zur Vorbereitung bieten Miriam Pucitta und Alessandra Ehrlich bereits jetzt Workshops „Familiengeschichten – erforschen, erzählen, verkörpern“ an. Schüler*innen werden als journalistisch-künstlerische Beobachter*innen der eigenen Familienrealität zu Forschenden in eigener Sache. Der Fokus liegt auf der Familiengeschichte, unabhängig davon, wie diese durch transnationale Erfahrungen, binnendeutsche Migration, sozialen Status, Mehrsprachigkeit, spezifische Werte geprägt ist.
Bei Interesse Mail an: Yorgos Theodoridis, info@culturbazar.org


