Als Vorbereitung zu unserer nächsten Produktion des TanztheaterMobil bieten wir Schulen in der Städteregion Aachen einen besonderen Workshop an:
FAMILIENGESCHICHTEN – erforschen, erzählen, verkörpern
für Schüler*innen der Stufe 8 bis 13
Impuls gebend werden Ausschnitte aus dem dokumentarischen Kinofilm MUTTERLAND der Aachener Filmemacherin Miriam Pucitta angeschaut. Die Schüler*innen erleben zu Beginn, dass Migration, Herkunft und Identität keine abstrakten Begriffe sind, sondern biografische Realitäten – oft leise, widersprüchlich, fragmentarisch.
Von dort aus werden sie selbst zu Forschenden in eigener Sache, als journalistisch-künstlerische Beobachter*innen der eigenen Familienrealität. Der Fokus liegt auf der Familiengeschichte, unabhängig davon, wie diese durch transnationale Erfahrungen, binnendeutsche Migration, sozialen Status, Mehrsprachigkeit, spezifische Werte geprägt ist.
Ziel ist die Vermittlung von Kompetenzen sowohl auf sozialer Eben (empathisches Zuhören, respektvoller Umgang mit intimen Themen, Bewusstsein für Grenzen: Was darf erzählt werden – und was nicht?) als auch im Medienbereich (Grundlagen journalistischer Recherche, kritischer Umgang mit Bildern und Erzählungen, praktische Einführung in Videoarbeit mit dem Smartphone).
Eine persönliche, nachhaltige Auseinandersetzung kann mit unserem Workshop angestoßen werden. Bei Einverständnis fließen die Ergebnisse in ein Schultheaterstück ein, welches aktuell unter der Leitung von Alessandra Ehrlich produziert wird.
Dauer, Module, Kostenübernahme des Workshops können abgesprochen werden, ideal wäre folgendes Konzept:
2 UE Filmvorführung für etwa 30 Personen
4 UE Workshop für etwa 15 Personen (parallellaufend, durchgeführt von Filmemacherin Miriam Pucitta und Theaterregisseurin Alessandra Ehrlich)
Hier geht es zu Trailer und Inhaltsangabe von MUTTERLAND
https://www.kino-zeit.de/video/mutterland-2023-trailer-deutsch
Über ihre Zeit als italienische Gastarbeiterin in der Schweiz von 1954 bis 1974 schweigt Marcella Tonin, die Mutter der Filmemacherin Miriam Pucitta. Miriam selbst verbrachte die ersten Jahre ihrer Kindheit dort, hat aber nur bruchstückhafte Erinnerungen an diese Zeit. Es gibt Fotos, die sie in einer fremden Schweizer Familie zeigen, doch ihre Mutter und andere Verwandte weichen Fragen dazu aus. War Miriam ein „Verbotenes Kind“? Heute macht sie sich, gemeinsam mit ihrer eigenen Tochter, auf die Suche nach Spuren und Verletzungen ihrer Familie in Deutschland, Italien und der Schweiz. Sie entdeckt dabei ein weitgehend unbekanntes Kapitel der Arbeitsmigration und findet ein neues Verständnis für die schwierigen Entscheidungen ihrer Eltern.
Ansprechpartner für den Workshop: Yorgos Theodoridis, info@culturbazar.org
Die Theaterproduktion wird gefördert von:



