Wir begrüßen die SELAS Dance Company aus Nikosia/Zypern im Dance Loft. Freut euch auf eine besondere Performance mit Live-Musik, spannende Insights in den choreografischen Prozess und einen offenen Austausch.

PHREAR

Phrear – altgriechisch für Brunnen oder Zisterne – entstand während einer Residenz im Archäologischen Museum von Paphos/Zypern und stellt die Reise eines Steins von der Antike bis in die Gegenwart dar, sein Versinken in der Dunkelheit und sein Wiederauftauchen in der Erinnerung.

Dabei verändert er sich allmählich, die Zeit dehnt sich, Erinnerung und Materie verschmelzen im Dialog der Tänzerin mit der live gespielten elektronischen Musik.

Ursprünglich als Site-Specific für das Museum konzipiert, verwandelte und entwickelte sich das Stück nach zahlreichen Übertragungen in unterschiedliche Kontexte und Räume zu seiner heutigen Form weiter.

SELAS Dance Company

SELAS wurde 2005 mit dem Ziel gegründet, die Kunst der Bewegung als verkörperte Praxis zu erweitern, den Dialog mit anderen Kunstformen zu öffnen und die Vielfalt hervorzuheben, die die zeitgenössische Kunst prägt. Die Gruppe erforscht intensiv die Beziehung und Verschmelzung von Musik und Bewegung.

Die Arbeiten der Gruppe wurden in ganz Europa präsentiert (Dancing Routes Komotini, Green Corridor Brüssel, ACE Dance and Music Birmingham), in Indien (ICCR India: Shillong, Lucknow, Jammu, Durga Puja Art Festival Kolkata), in Jordanien (Contemporary Dance Festival, Amman) sowie in Afrika (Makerere). Darüber hinaus entwickelte Selas Kooperationen mit akademischen Institutionen, Kunstzentren, Museen und Tanzhäusern in Zypern und im Ausland. Die Projekte wurden durch die Programme „Culture“, „Cultural Decentralization“ und „Terpsichore“ gefördert.

Die Vorstellungen in Aachen werden gefördert von: Deputy Ministry of Culture Cyprus

Meet the Artist! – SELAS Dance Company/Zypern – PHREAR

Performance: Eva Weissenböck
Regie: Yorgos Theodoridis

Eine Performance zum tagtäglichen Balanceakt einer Frau im Spannungsfeld zwischen den Rollen als Mutter und Künstlerin.

Die Idee zu dieser Performance entsprang einem äußerst persönlichen Anliegen: Als Schauspielerin und Mutter stellt sich Eva Weissenböck seit 14 Jahren der Herausforderung, den Spagat zwischen Karriere, Kindern und Küche zu meistern. In ihren zahlreichen Gesprächen mit Kolleginnen aus verschiedenen künstlerischen Bereichen ist dieser Konflikt ein oft diskutiertes Thema. Dabei taucht immer wieder die Frage auf, wie man beide Rollen erfolgreich ausfüllen kann, und warum dieses Problem vornehmlich Frauen betrifft.

In der Kunstszene scheint Mutterschaft immer noch als tödlich für die künstlerische Karriere wahrgenommen zu werden. Es herrscht die Vorstellung, dass die Kunst alles in Anspruch nimmt. Dasselbe Klischee gilt aber auch für die Mutterrolle.

Unter der Regie von Yorgos Theodoridis entstand zu diesem Thema eine Performance, die durch die Kombination aus Bewegung, Klang und minimaler Sprache die vielfältigen Aspekte dieses Themas poetisch-assoziativ darstellt.

Eine Produktion von CulturBazar e.V. gefördert von der Stadt Aachen.

Neues aus unserem Netzwerk:

Die neue Choreographie „Just an Ordinary Woman“ von Natasa Frantzi wurde für die 30. Ausgabe des renommierten Internationales Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart ausgewählt und setzte sich unter 227 internationalen Bewerbungen durch.

Herzlichen Glückwunsch Natasa und viel Erfolg!

Die Premiere findet am Donnerstag, den 12. März, um 20:15 Uhr im Treffpunkt Rotebühlplatz in Stuttgart statt. Außerdem wird die Aufführung live gestreamt unter:

Natasa Frantzi (La Verità Dance Company), die für das TanztheaterMobil die Produktionen „The Garden of the Beasts“ (2023) und „TakTik“(2024) choreographiert hat, ist am 21./22.03.26 im Dance Loft in „Phrear“ der SELAS Dance Company aus Zypern zu sehen.

Als Vorbereitung zu unserer nächsten Produktion des TanztheaterMobil bieten wir Schulen in der Städteregion Aachen einen besonderen Workshop an:

FAMILIENGESCHICHTEN – erforschen, erzählen, verkörpern

für Schüler*innen der Stufe 8 bis 13

Impuls gebend werden Ausschnitte aus dem dokumentarischen Kinofilm MUTTERLAND der Aachener Filmemacherin Miriam Pucitta angeschaut. Die Schüler*innen erleben zu Beginn, dass Migration, Herkunft und Identität keine abstrakten Begriffe sind, sondern biografische Realitäten – oft leise, widersprüchlich, fragmentarisch.

MUTTERLAND

Über ihre Zeit als italienische Gastarbeiterin in der Schweiz von 1954 bis 1974 schweigt Marcella Tonin, die Mutter der Filmemacherin Miriam Pucitta. Miriam selbst verbrachte die ersten Jahre ihrer Kindheit dort, hat aber nur bruchstückhafte Erinnerungen an diese Zeit. Es gibt Fotos, die sie in einer fremden Schweizer Familie zeigen, doch ihre Mutter und andere Verwandte weichen Fragen dazu aus. War Miriam ein „Verbotenes Kind“? Heute macht sie sich, gemeinsam mit ihrer eigenen Tochter, auf die Suche nach Spuren und Verletzungen ihrer Familie in Deutschland, Italien und der Schweiz. Sie entdeckt dabei ein weitgehend unbekanntes Kapitel der Arbeitsmigration und findet ein neues Verständnis für die schwierigen Entscheidungen ihrer Eltern.

Von dort aus werden sie selbst zu Forschenden in eigener Sache, als journalistisch-künstlerische Beobachter*innen der eigenen Familienrealität. Der Fokus liegt auf der Familiengeschichte, unabhängig davon, wie diese durch transnationale Erfahrungen, binnendeutsche Migration, sozialen Status, Mehrsprachigkeit, spezifische Werte geprägt ist.

Ziel ist die Vermittlung von Kompetenzen sowohl auf sozialer Eben (empathisches Zuhören, respektvoller Umgang mit intimen Themen, Bewusstsein für Grenzen: Was darf erzählt werden – und was nicht?) als auch im Medienbereich (Grundlagen journalistischer Recherche, kritischer Umgang mit Bildern und Erzählungen, praktische Einführung in Videoarbeit mit dem Smartphone).

Eine persönliche, nachhaltige Auseinandersetzung kann mit unserem Workshop angestoßen werden. Bei Einverständnis fließen die Ergebnisse in ein Schultheaterstück ein, welches aktuell unter der Leitung von Alessandra Ehrlich produziert wird.

Dauer, Module, Kostenübernahme des Workshops können abgesprochen werden, ideal wäre folgendes Konzept:

  • 2 UE Filmvorführung für etwa 30 Personen
  • 4 UE Workshop für etwa 15 Personen (parallellaufend, durchgeführt von Filmemacherin Miriam Pucitta und Theaterregisseurin Alessandra Ehrlich)

 Ansprechpartner für den Workshop: Yorgos Theodoridis

 

Die Theaterproduktion wird gefördert von:

                 

SAVE THE DATE

Am kommenden Donnerstag, 22.01.26 stellt Yorgos Theodoridis die Arbeit des CulturBazar bei der #LangenNachtderkurzenVorträge in der „Digital Church“ in Aachen vor.

Vielen Dank an das Team von @aachen_fenster für die Einladung!

Kommt vorbei, die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung kostenfrei hier.

Donnerstag, 22.01.2026 ab 18:00 Uhr
digitalCHURCH Aachen, Jülicher Str. 72a, 52070 Aachen

Veranstaltende: aachen_fenster mit AACHEN BUILDING EXPERTS und dem digitalHUB Aachen

>> Für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren, die an allen Projekttagen kommen können!<<

  • Teilnahme ist kostenfrei.
  • Anmeldefrist: Mo, 02.02.26
  • Vor Projektbeginn,  werden wir Dich nochmals persönlich kontaktieren !!
  • Die Abgabe der Anmeldung ist keine Teilnahmegarantie.
  • Bitte warte auf die Bestätigung bis zum  06.02.26

Gefördert von: